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Por­t­rät­fo­to­gra­fie Tipps und Tricks


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Für das Fotografieren von Portraits gibt es verschiedene Möglichkeiten, unter anderem  die Indoor- und Outdoor-Por­t­rät­fo­to­gra­fie. Im folgenden Artikel wird Letztere nun genauer betrachtet.

Por­t­rät­fo­to­gra­fie im Freien

Die Outdoor-Por­t­rät­fo­to­gra­fie hat den Vorteil, dass sie einen großen Entscheidungsspielraum bezüglich der Hintergrundwahl bietet. Je nachdem, was gewünscht ist, kann man sich viele unterschiedliche Motive aussuchen wie beispielsweise einen See mit schönem Uferschilf. Als weiterer Vorteil ist anzubringen, dass draußen in der Natur fast überall genügend Platz und vor allem Licht für schöne Bilder gegeben ist.

Des Weiteren muss aber gerade bei einem Fotoshooting im Freien auch auf einige Dinge geachtet werden. Der Fotograf und das Fotomodell sind natürlich ganz besonders von Wind und Wetter abhängig. Zudem ist man je nach der Wahl des Ortes nicht immer ungestört. Es können Störfaktoren auftreten – einerseits in der Landschaft an sich, wie etwa ein Fabrikgebäude, oder aber auch vorbeikommende Passanten und Ähnliches. Daher ist es wichtig, sich einen homogenen Hintergrund auszusuchen, das heißt schön gleichmäßig, um die Aufmerksamkeit auf das Porträt legen zu können.

Die optimalen Lichtverhältnisse

Als ein weiterer wichtiger Faktor bei Outdoor-Fotografien sind die Lichtverhältnisse anzusehen. Der Fotograf muss mit dem “Available Light” arbeiten, das heißt mit dem ihm in dem Moment verfügbaren Licht, also demzufolge der Sonne. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, wie Licht auftreten kann.

Zum einen gibt es das harte Licht, welches harte Schatten wirft. Im Falle der Por­t­rät­fo­to­gra­fie handelt es sich dabei um die Schatten von Personen bei starkem Sonnenlicht, sofern keine Wolken vorhanden sind, da diese als natürlicher Diffusor agieren, das heißt, sie dienen dem Fotografen als Hilfsmittel, welches das harte in ein weiches Licht verwandelt. Dieses ist notwendig, um gute Bilder fotografieren zu können.

Somit ist die zweite Möglichkeit das weiche Licht, welches weiche bis gar keine Schatten wirft. Hierbei kommt es nicht nur punktuell von einer Seite, wie es beim harten Licht der Fall ist, sondern diffus aus verschiedenen Richtungen. Dadurch wird die Kontrastbildung durch Schatten vermindert.

Gerade im Sommer haben wir oft den Fall, dass keine Wolken vorhanden sind. Um die Schatten eliminieren zu können, ist ein künstlicher Diffuser vonnöten. Dafür eignet sich bestens ein Reflektor. Bei diesem sorgt die silberne Seite für kaltes Licht, während die goldene Seite warmes Licht mit sich bringt. Wer eine preiswerte Variante möchte, kann sich auch Styropor oder Styrodur zu Hilfe nehmen, welche preiswert im Baumarkt erhältlich sind. Dabei ist es wichtig, dass das Hilfsmittel ein bestimme Fläche erreicht, denn umso größer, desto besser ist die Ausleuchtung der Gesamtfläche.

Neben einem Reflektor sollte man bei Fotografien im Freien mit einer großen Blende, also einer kleinen Blendenzahl arbeiten. Die Blende hat Einfluss auf die Stärke der Belichtung, die Belichtungszeit und die Schärfentiefe. Wird mit einer großen Blende gearbeitet, ist demnach die Belichtung sehr stark, die Belichtungszeit kurz und die Schärfentiefe sehr eng. Somit ist es möglich, den Hintergrund um das Portrait herum schön verschwimmen zu lassen.

Bei sehr guten Lichtverhältnissen ist die Arbeit mit einer kurzen Belichtungszeit besonders zu empfehlen. Sie garantiert die bestmögliche Qualität und verhindert das sogenannte Bildrauschen, bei dem störende Pixel vorhanden sind, welche von der eigentlichen Farbe des Bildes abweichen. Dieser Vorgang ist besonders bei Nachtaufnahmen zu beoachten.

Das Fotografieren

Nachdem einem alle Begebenheiten der Umgebung, der Kamera und des Lichtes vertraut sind, kann es losgehen. Zu Beginn sollten ein paar Testfotos gemacht werden, um zu schauen, ob für die aktuellen Lichtverhältnisse alles optimal eingestellt ist. Während des Fotografierens kann dann auch in Serie abgelichtet werden. Was dann nicht gefällt, wird gelöscht und neu gemacht. Sind Bilder schließlich einmal unterbelichtet, ist das nicht schlimm, denn eine Unterbelichtung ist besser zu bearbeiten als eine Überbelichtung.

Auch kann man sich während des Fotoshootings umschauen, was die Umgebung alles hergibt, um Abwechslung in seine Bilder zu bringen. Besonders bieten sich dabei Gräser, Blumen, Schilfe oder Ähnliches an; aber es gibt sicher noch vieles mehr.

Wie man sieht, kann man bereits mit minimalem Aufwand auch professionelle Porträtbilder fotografieren. Wer Lust verspürt, sollte es also einfach mal ausprobieren.

Beitragsbild: © Pedro Simões / piqs.de

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