Fotokalender Vergleich

Fotografieren bei Nacht


// Sie befinden sich hier: Startseite > Bildgestaltung > Bildbearbeitung > Fotografieren bei Nacht

ID-10072419

Bei der Nachtfotografie sind Kenntnisse in Langzeitbelichtung notwendig. Von Sonnenuntergang und blauer Stunde an zählen Fotoaufnahmen bei Dämmerlicht bis Dunkelheit zur Nachtfotografie. Kennzeichen sind also wenig Licht und Mischlicht mit teilweise Kunstlicht von unterschiedlicher Farbtemperatur. In der Nachtlichtfotografie ist Available-Light-Fotografie, die nur mit vorhandenem Licht arbeitet, und Blitzlichtfotografie bei digitaler Spiegelreflexfotografie durchführbar.

Available-Light-Fotografie

Zu beachten ist bei Available-Light-Fotografie als Erstes sicherer Kamerastand, also möglichst auf einem Stativ und dies unter Verwendung eines Fernauslösers, um auch die geringste Kameraerschütterung zu vermeiden. Es gibt zudem die Möglichkeit der Spiegelvorauslösung. Hilfreich können lichtstarke Objektive sein. Verwendet wird beim Fotografieren vorzugsweise der manuelle Modus bei abgeschaltetem Blitzgerät. Möglich ist auch Blendenvorwahl, man kontrolliert dann die Tiefenschärfe und Belichtungszeit ist weniger bedeutend. Die Belichtungszeitvorwahl ist speziell interessant, wenn die Bewegung eines Motives relevant ist. Vermieden werden soll bei digitaler Fotografie vor allem vermehrtes Rauschen. In der Digitalfotografie weisen nahezu alle aktuellen Kameramodelle ein Dunkelrauschen auf. Man kann immerhin in der Nachbearbeitung nachschärfen. Auch das vermehrte Auftreten von Hotpixeln lässt sich durch Dunkelbild-Subtraktion herausrechnen und entfernen. Rauschen lässt sich jedoch bei der Aufnahme schon durch Einstellung eines niederen ISO-Wertes vermeiden. Folgende Arbeitsschritte gibt es: Nach dem Kameraaufstellen testen einer Aufnahme mit hohem ISO-Wert von 6400 bei Blende 3,6 und 30 Sekunden Belichtungszeit. Sind sie mit einer Bildwahl einverstanden, reduzieren sie auf einen niedrigen ISO-Wert zum Vermeiden von Rauschen. Bei ISO 3200 wird die Belichtungszeit auf 60 Sekunden verdoppelt. Eine Belichtungszeitverdoppelung geschieht bei jedem weiteren verkleinernden ISO-Schritt. Optimal ist sogar ein ISO-Wert unter 200. Sie gelangen schließlich zu Belichtungszeiten von bis zu über 40 Minuten. Der Akku muss hierfür natürlich stark genug aufgeladen sein.

Kunstlicht und technische Möglichkeiten

Die Blitzlichtfotografie und Beleuchtung des Motivs durch künstliche Lichtquellen ist eine andere Arbeitstechnik und sie führt zu kürzeren Belichtungszeiten. Hier können Farbtemperatur und Abstrahlungsfläche unterschiedlich sein und die Wiedergabe der Motivfarben beeinflussen. Wissen wie Weißabgleich und Farbmanagement kann hier natürlich hilfreich sein. Diese Fotografieart erfolgt ebenfalls mit Stativ und zudem mit Selbstauslöser. Verwendet wird für die Aufnahme zur direkten Ausleuchtung des Motives Taschenlampenlicht oder Blitzlicht. Es ist gut, Beleuchtung von unten und seitlich durchzuführen, um das Motiv deutlich und plastisch zu zeigen. Um zu einer guten Aufnahme zu gelangen, ist dabei meist Öfteres und Längeres ausprobieren notwendig. Wenn eine zweite Person mitarbeitet, kann mit zwei Lichtquellen gleichzeitig, mit Taschenlampenlicht und Blitzlicht, ein besonders gutes Ergebnis erzielt werden. Zu den technischen Ergänzungen dabei gehört außerdem die Verwendung eines ND-Filters, der die Belichtungszeit verlängert, womit gezielteres Ausleuchten besser möglich ist.

Image (Car Light Trails Stock Photo) courtesy By Victor Habbick / FreeDigitalPhotos.net

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.